Mittwoch, 18. März 2015

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Die Schönheit des Lebens ohne Gedanken!

Er war den ganzen Tag gewandert. Ohne nachzudenken tat er einen Fuß vor den andern. Es tat gut nur den Körper zu fühlen. Gedanken gab es nicht. Dann fühlte er Hunger und setzte sich unter einen Baum, um die Reste seines Proviants zu verzehren. Auch jetzt arbeitete sein Kopf nicht, weil sein Blut in die Bauchgegend floss, um die Nahrung zu verdauen. Wohlwollend rülpste und furzte er.
Nach einer Weile war die Sonne ein Stück gewandert und schien nun angenehm auf seinen Bauch. Ein wohlwollendes Gefühl der Wärme umgab ihn. Er lehnte sich mit dem Rücken an den Baumstamm zurück und schlummerte ein bisschen, mit vollem Bauch hätte ihn das Gehen sowieso nicht erfreut.
Er erwachte, weil eine Mücke sich auf seinem Mundwinkel niedergelassen hatte, um sich an den Speiseresten zu laben. Obwohl er dieses freche Tier mehrmals verjagte, hörte sie nicht auf, um sein Gesicht herumzuschwirren, wobei ihm das ständige Summgeräusch in den Ohren klang. Außerdem waren einige Ameisen ihm unter die Hose die Beine hochgekrabbelt und bissen ihn gnadenlos, weil sie sein Kratzen für einen Angriff auf ihr Leben betrachteten. Die Hose musste ausgezogen werden, um dem beiderseitigen Kampf und Leiden ein Ende zu bereiten. Die befreiten Gegner waren schnell im Gras verschwunden. Jetzt kam auch noch die Sonne und erhitzte seinen ganzen Körper. Das ganze Leben war ein einziger Stress und eine Qual.
Also auf und weiter! Man hatte ihn vertrieben. Die Natur denkt nicht in Ruhe, sie bewegt sich unaufhörlich. Der Geruch von frischem Wasser stieg ihm in die Nase, was sein Durstgefühl erweckte. Also machte er sich auf, die Quelle der Linderung für dieses immer wiederkommende Bedürfnis zu finden. Ein Trampelpfad führte ein paar Sträucher umgehend zu einer aus einem Felsen entspringenden Quelle. Heftig rann das kühlende Nass seine Kehle hinunter.
Aber jetzt fühlte er ein Drücken in der Blase und im Unterbauch. Mit heruntergelassener Hose wurde Erleichterung geschaffen.
Kaum war er damit fertig, als sich ein leises Singen hinter einer der Hecken hören ließ. Die liebliche Stimme kam langsam näher. Man sollte ihn nicht sofort sehen, deshalb verbarg er  sich hinter einem Gebüsch. Eine junge Frau legte ihre Wäsche neben dem natürlichen Waschbecken ab, schob die Ärmel zurück und den Rock aus, damit er nicht nass werde, und begann langsam weitersingend, zu waschen. Das Wippen der vollen Busen unter ihrer Bluse, die weiße Haut ihrer Arme bracht ihn in Erregung.
Langsam kam er aus seinem Versteck, näherte sich der Frau und packte sie von hinten. Es geschah zu überraschend und zu heftig, als dass sie hätte schreien können. Schon lag er auf ihr.
Als er fertig war, stand er auf, aber da traf ihn etwas am Kopf. Seine Augen schlossen sich und er fiel auf den Rücken.
Jetzt fühlte er nichts mehr!

Else
Else
Else
Else
Else

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